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Klonen, Klonphantasmen

Bei Diskussionen und in Texten über das Klonen von Menschen geht es im Regelfall gar nicht um die reale Technologie des Klonens. Das Klonen ist nur ein Hintergrund auf dem grundsätzlich diskutiert wird über die Frage, was das Subjekt ausmacht.
Diskutiert wird über eine phantasmatische Vorstellung des Klonens bei der ein Subjekt dupliziert wird, eine Vorstellung vom Klonen, die mit der technischen Realität nichts zu tun hat. Da komplexe Verhaltensweisen und psychologische Eigenschaften nicht genetisch festgelegt werden, wäre ein realer Klon ein ganz anderer Mensch als der Ursprungsmensch. Dies würde selbst auf der basalen biologischen Ebene der Körperbiologie gelten, da schon dort sich vieles erst nachgeburtlich oder im Mutterleib abhängig von Wechselwirkungen mit der Umgebung entwickelt, ein Klon wäre also auch biologisch ein ganz anderer Mensch.
In den Diskussionen über Klonen spielt diese Realität aber kaum eine Rolle. Das Phantasma vom Klonen wird viemehr benutzt um alte mythische Bilder des Doppelgängers wieder zu beleben und in den Diskurs über die Frage - "Was macht mich aus? Was ist das Ich?" - zu treten. Das Bild des Klonens für solche Debatten als Metapher zu nutzen ist nicht falsch, es wird aber problematisch wenn die Ebene der Metapher, das Klonphantasma, mit der realen technologischen genetischen Möglichkeit in eins gesetzt wird.

Erstens werden dann auf der Ebene der gentechnologischen Realitäten des Klonens irreale phantasmatische Ängste diskutiert und die eigentlichen realen technologischen Probleme außen vorgelassen. Und zweitens wird die Gentechnik darüber hinaus mit einer unsinnigen Allmacht ausgestattet, der keinerlei Realität entspricht.
Außerdem wird eine reaktionär naiv reduzierte soziobiologistische Vorstellung vom Subjekt durch solche Klon-Techno-Phantasmen befördert, die anschlußfähig ist an rassistische und sexistische Politiken.
Am Beispiel der Diskurse über das Klonen wird deutlich das Vieles an den aktuellen Technikdebatten im Kern politische Debatten sind über die Frage, was und wie wir als Menschen sein wollen. Fragen, die mit der technologischen Realität des Klonens, wie auch vieler anderer Technologien, nichts zu tun haben. Die Techno-Phantasmen über das Klonen und andere Technologie dienen hier nur als Mittel zur Verbreitung ideologischer Setzungen über das Subjekt, 'den Menschen', in der Postmoderne.
Nimmt man/frau die Phantasmen des Klonens ernst, als Klonierung des Subjektes, müßte die klare technische Antwort lauten; Klone gibt es nicht, solche Klone gibt es nicht. Subjekte kann niemand klonen. Doch das ist nicht das, was Leute hören wollen. Ist doch das Klonphantasma viel zu gut geeignet ihre Ängste über die Infragestellung von Individualität in der Postmoderne zu transportieren. Und in diesem Sinn könnte auch eine Antwort lauten, zum Klonieren, zur Produktion von Klonen, braucht es keine Gentechnologie, Mc Donalds, moderne Werbung, der Gleichschaltungsdruck in Ausbildung und Arbeitsleben und die gleichmachende Medienbeschallung reichen als Technik zur Produktion von Klonen völlig aus.
Diese Tendenzen zur klonhaften Gleichschaltung gelten dabei für die 'Oberen Zehntausend' sogar noch stärker, auf Grund des höheren Konkurrenzdruckes. Banker wirken heute schon häufig, als ein Klon wie der Andere.

Dju

Dies ist keine offizielle diskutierte und abgestimmte Seite des AK-Biopolitik (lifeKritik e.V.). Dies ist eine satirische Hinweisseite auf die Netzpräsens der Gruppe HalluziNoGene in alleiniger Verantwortung des Autors (siehe Impressum).

Zu diesem Thema und zu vielem mehr findet Ihr viele interessante Texte auf den Netzseiten:

http://www.halluzinogene.org

und

http://www.ak-anna.org












Letzte Aktualisierung 30.5.10



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